Have Mercy!


Wie die meisten wahrscheinlich mitbekommen haben, haben die Dunkelelfen ja ein neues Armeebuch erhalten, und inzwischen schon eine zweite Welle an Neuheiten erhalten.
Im Zuge dieser zweiten Welle rief unser großartiger Localhobbystore die Spielepyramide einen kleinen Henker-Umbauwettbewerb aus, an dem ich gern teilnahm , um endlich mal wieder was für unser allseits geliebtes Hobby zu tun, und nicht in der Versenkung zu versumpfen ;)

Die Regeln waren recht simpel: Jeder erhält am Releasetag einen Henker der Dunkelelfen und hat dann eine Woche Zeit ihn umzubauen (und zu Bemalen wenn man will, bzw. die Zeit hat).

Während des ganzen Projekts habe ich immer mal wieder Bilder gemacht, kann also hier ein kleines "Step-by-Step" vorlegen, nur der Bemalvorgang dann selbst ging sehr dynamisch zu und auch innerhalb einer Nacht und Nebel-Aktion, weshalb ich da nicht zum Bilder machen kam, kann aber bei Bedarf zu einzelnen Stellen gern genaueres über die Bemalung verraten, jetzt aber zum Projekt selbst:



Da der Henker aufgrund des Gusses der jeweiligen Einzelteilenur shcwer in eine besonders dynamische Pose zu bringen ist (bin nicht gerade ein Spezialist in Sachen kettenhemd modellieren, also wollte ich drauf verzichten), beschloss ich, bei der statischen Pose zu bleiben.
Das Konzept sah so aus,d ass der Henker erhöht über einem Opfer stehen sollte, das er im Begriff war zu töten (wie es Henker eben so machen ;) ).
Also ging es erstmal daran, das Base zu bauen.
Im Prinzip besteht das komplette Base nahezu vollständig aus einem Stück Kork das ich mal im Modellbauladen gekauft hatte und noch zu Hause rumliegen hatte. Stellenweise wurde der Kork dann noch mit Sand versehen und ein paar kleine Details in Form von abgetrennten Köpfen, Totenshcädeln, einem Arm und einem halben Skelett und einem aus dem Boden sprießenden Horn wurden noch auf dem Felsen verteilt.
Die folgenden 3 Bilder zeigen das Base im Rohbau und shcließlich noch zwei Bilder des Bases in grundierter Form:






Als nächstes ging es darum, das Opfer zu bauen.
In Anbetracht der Miniaturen die meine Bitsbox so hergibt und der Tatsache, dass Ratten nicht gerade glorreiche Gegner sind, entschied ich mich für einen umgebauten Tiermenschen.
Die Beine des ungors wurden umpositioniert, etwas Fell nachmodelliert und die Hände mit Waffen wurden durch eine Stachelmutation aus dem alten Mutationsgußrahmen und eine Hand aus dem Zombiegußrahmen ausgetauscht. Ein paar Lücken waren noch zu füllen und Übergänge zu glätten, das Ganze sah dann im Rohzustand wie folgt aus:


Hier noch ein Bild des grundierten Tiermenschen:


Das ganze soll darstellen, dass der Tiermensch um Gnade winselnd/flehend auf dem Boden kniet und hofft, seinen Kopf vielleicht behalten zu dürfen. Die folgenden 2 Bilder verdeutlichen dies hoffentlich:



Schließlich ging es nun an den Hauptakteur des ganzen Projektes, den Henker selbst.
Wie bereits erwähnt, schied eine dynamische Pose aus, also war die Frage, was ich an dem henker ändern könnte, um ihn trotzdem umzubauen.
Ich entschied mich, den gerüsteten Oberkörper durch einen nackten Oberkörper auszutauschen und nahm dafür einen Oberkörper eines Ungors. Um ihn an den Mantel anzupassen musste ich die Schulterpanzerung zunächst entfernen, von unten alles etwas zurechtschnitzen, dann den Oberkörper von hinten noch zurechtschnitzen, bevor ich ihn auf den Unterkörper aufsetzen konnte. Ein paar Lücken waren zu füllen und mir fiel auf, dass der Oberkörper des Ungors den ich verwendet hatte etwas länger war als der ursprüngliche Oberkörper, also musste ich den Mantel verlängern, dass es nicht so aussieht, als ob der Henker den alten Mantel seines großen Bruders auftragen muss ;)
Die folgenden 2 Bilder zeigen den Mantel nach dem ersten Verlängerungsschritt, in einem weiteren Schritt fügte ich eine weitere Schicht Brown Stuff hinzu.






Nach der zweiten Schicht Brown Stuff wurde der verlängerte Teil des Mantels und der Übergang zum ursprünglichen Mantel zuerst mit Schleifpapier etwas abgeshcliffen, dann mit Milliput-Saft behandelt und dann nochmal abgeshcliffen. Die letzten Schritte geschahen alle, um eine möglichst glatte Oberfläche mit stufenlosem Übergang zu bekommen.

Erklärung zu Milliput-Saft:
Für Milliput-Saft mischt man sich eine Kugel Milliput, drückt diese mit dem Ende eines Pinsels (nicht das mit den Haaren ;) ) ein und geht mit einem Tropfen Wasser in die Mulde, das Wasser verrührt man so lange, bis man eine milchige Konsistens erhält und kann dies dann auf die zu behandelnde Stelle auftragen, am besten wiederholt.
Es empfiehlt sich, eine alten Pinsel zu benutzen ;)

Bevor es dann ans Grundieren und schließlich Bemalen der Miniaturen ging, sah das ganze wie folgt aus:



(auf dem gezeigten Bild habe ich an der Base schon etwas gemalt gehabt ;) )

Wie oben geschrieben, habe ich vom Malvorgang selbst keine Bilder gemacht, sondern nur Bilder des Endprodukts, wenn ich das nächste mal die Entstehung einer Mini Step-by-Step zeigen will, werd ich mich aber mehr bemühen, keine Angst ;)
Falls jemand Fragen zu einzelnen Farbrezepten oder anderen Sachen haben sollte, kann ich das natürlich noch nachliefern :)
































Die Version des Projektes die ich dann in der SpielePyramide abgegeben habe ist allerdings eine FSK 18 Version, da meine Freundin nachdem sie die Mini sah meinte, dass es dafür, dass es ein Henker ist, nicht blutig genug sei, also kam nochmal ne ordentliche Menge drauf.
Leider hatte ich nicht mehr genug Zeit, von der blutigen Variante Bilder zu machen, deshalb wird das nachgeholt wenn ich die Mini wieder habe, über Meinungen, Kommentare und Kritik zu dem ganzen würde ich mich trotzdem jetzt schon freuen :-)

Grüße
Christian

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