mir ist es schon öfter mal passiert, dass ich wegen meiner Nasspalette "komisch" angeguckt werde ("Ne Fliese reicht doch" und so), bzw. dass manche nicht genau wissen, was das ist, eine Nasspalette, bzw für was sie gut sein soll und genau darum soll es hier gehen, für was eine Nasspalette gut ist, was es ist, und wie man siche eine "baut".
Vorteile der Nasspalette:
Wenn man mit verdünnten Farben malt, besonders ganze Armeen, die ein einheitliches Farbschema haben sollen, bei dem man dann auch mit Mischfarben arbeitet, ist es wichtig, mit konstanten Mischungen und konstanten Verdünnungen arbeiten zu können. Auf einer normalen Fleise (manche nehmen auch CDs, oder was auch immer), trocknet die Farbe ziemlich schnell ein, und wenn man sie verdünnt hat, geschieht dies zwar langsamer, wenn man aber mehrere Miniaturen am Stück bemalt, hat man so nicht bei jeder Miniatur die gleiche Verdünnung.Malt man jetzt bei etwas wärmeren Temperaturen, bleibt die Farbe auch um einiges länger malbar, als auf einer Fliese.
Außerdem gibt es auch verschiedene Plastiksorten, die Flüssigkeit ziehen, das ist mir aufgefallen bevor ich mit der Nasspalettennutzung angefangen habe und verschiedenste Unterlagen zum Farbenmischen und Verdünnen verwendet habe.
Aber: Eine Nasspalette ersetzt NICHT das verdünnen der Farbe, es verzögert nur das Eintrocknen!
Also kurz und knapp: Farbe bleibt länger verdünnt, und sie bleibt konstant verdünnt.
Was ist aber nun eine Nasspalette?
Auf den Punkt gebracht ist eine Nasspalette ein Behältnis mit Rand, in dem nasses Zewa liegt, bedeckt von einer Lage Backpapier.Prinzipiell reicht also auch jede handelsübliche Tupperschüssel oder ähnliches, am praktikabelsten sind aber Behältnisse mit einem flachen Rand, dass man einfach mit dem Pinsel drankommt und es nicht zu umständlich wird.
Die Farbe wird auf das Backpapier gebracht mit dem Pinsel und kann dort dann verdünnt und gemischt werden, durch das Backpapier zieht es sich kontinuierlich Flüssigkeit, was das austrocknen verzögert.
Das Zewa das in die Palette kommt sollte nicht das teuerste vom teuren sein, da es sonst so saugstark ist, dass es das Wasser kaum noch abgibt.
Das Backpapier sollte auch nicht gerade das Mega-Hightech-Dauerbackpapier sein, das super mega beschichtet ist, da sonst ebenfalls kein Wasser durchdringen kann.
Wie baut man sich nun seine Nasspalette?
Ich werde hier das Vorgehen erklären, wie man sich die Nasspalette einsatzbereit macht, das "Modell" das ich verwende ist sozusagen (verglichen mit einem beliebigen anderen Gefäß) die Premiumvariante von Fantasyladen (Link zum Onlineshop), wie bereits erwähnt tut es aber auch jedes andere Gefäß, der Vorteil an dieser Variante ist der niedrige Rand, man kommt also gut rein mit dem Pinsel, sie ist verschließbar, was von Vorteil ist, wenn man schnell mit dem Malen aufhört, die Farbmischung aber behalten will (nach wieder öffnen ganz wichtig: Zewa überprüfen und immer wieder nachverdünnen!) und sie ist platzsparend.(Das soll jetzt alles keine Werbung für genau dieses Modell sein, es tut jede andere Dose, und jeder muss gucken, mit was er klar kommt)
So also sieht die Nasspalette "nackt" aus:
Im nächsten Schritt wird das Zewa eingebracht, ich selbst nehme immer 4 Blatt Zewa und falte sie dementsprechend, dass es gut rein passt, mit den 4 Blatt reicht es auch für längere Malsessions und man muss die Palette nicht immer neu ansetzen, sieht dann ungefähr so aus:
Im folgenden Schritt wird das Zewa nass gemacht.
Wichtig: Es heißt NASSpalette, nicht Feuchtpalette, also es kann schon nass sein ;)
Anschließend ist es sinnvoll und wichtig, die Luftblasen und Falten aus dem Zewa rauszustreichen, dass alles gleichmäßig nass ist und die Farbe an jeder Stelle gleichviel Wasser ziehen kann. Das ganze sieht dann ungefähr so aus(auch wenn man vielleicht nicht so viel Unterschied sieht)
Der letzte Schritt ist nun das Backpapier, einzige Sache, die hier zu beachten ist (neben der Art des Backpapieres) ist, dass wieder möglichst keine Luftblasen unter dem Backpapier sind.
(Leider habe ich selbst weißes Backpapier zu hause, man siehtdas Backpapier auf dem Bild also kaum, ich hoffe es ist trotzdem verständlich)
Das wäre das wichtigste zu Nasspaletten, seitdem ich begonnen habe Nasspaletten zu verwenden male ich nicht mehr ohne, da sie das Malen mit verdünnter Farbe enorm vereinfacht und man ein viel besseres Gefühl und Kontrolle über die Farbe hat.
Solltet ihr noch allgemeine Fragen haben, oder andere Meinungen und Kommentare zu diesem kleinen Tutorial, dann immer her damit.
Grüße Christian





Yay - kann ich nur bestätigen. Ich habe auch mit einer CD angefangen udn die Sache ganz schnell wieder sein lassen. Wenn ich höchverdünnt Layer auftrage ( bei Infinity z.b.) dann komme ich um eine Nasspalette nciht rum. Ich verwende hier eine der Boxen von GW, in denen die Grassbüschel zur Basedekoration drin sind.
AntwortenLöschenHier bleibt die Farbe sogar Flüssig bis zum nächsten Tag udn ich kann locker weiterarbeiten - sofern ich den Deckel geschlossen habe natürlich :)